Die erste Zigarette gemeinsam mit der Clique, der erste Rausch bei der Geburtstagsparty eines Mitschülers... Häufig gehören das Ausprobieren und Konsumieren von Suchtmitteln zum Erwachsenwerden dazu.

Das Suchtpräventionsteam der Schule am See möchte Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften Möglichkeiten im Umgang mit Suchtmitteln und Suchtverhalten aufzeigen. Wir beziehen uns dabei nicht nur auf die augenfälligsten Themen Tabak und Alkohol, sondern entwickeln ein Gesamtkonzept zur Suchtprävention. Unser Ziel ist es, im Rahmen der individuellen Persönlichkeitsentwicklung Grundfertigkeiten zur spezifischen Lebensgestaltung zu vermitteln.

Das Rauchen und der Konsum alkoholischer Getränke sind im Schulgebäude und auf dem Schulgelände während schulischer Veranstaltungen sowie bei Schulveranstaltungen außerhalb der Schule verboten. Trotzdem gehören diese Themen zum Schulalltag dazu, sodass sich im Schuljahr 2017/2018 ein Suchtpräventionsteam aus Lehrkräften und der Schulsozialarbeit gebildet hat. Unterstützt wird das Team durch Andrea Latusek vom VIA AWO-Beratungszentrum für Suchtfragen und Suchtprävention Unterbezirk Ennepe-Ruhr.

 

Ziele des Suchtpräventionsteams

Wir wollen dem Suchtverhalten auf den folgenden drei Ebenen begegnen: 

Information:

Aktive inhaltliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen des Suchtmittelmissbrauchs, den unterschiedlichen Abhängigkeiten und den damit verbundenen Gefahren.

Prävention:

Entwicklung von Präventionsmaßnahmen für eine möglichst suchtfreie Schule. 

Sanktion:

Handlungsmöglichkeiten bei konkreten Fällen von Suchtmittelgebrauch.

 

Definition und Ursachen von Sucht

Sucht ist eine Form der Abhängigkeit, von der sich der einzelne ohne Hilfe anderer nicht befreien kann. Süchtig ist jemand, der von einem Verhalten so abhängig geworden ist, dass er es nicht mehr abstellen kann und anfängt sich selbst zu schaden. Zu Suchtmitteln gehören die stoffgebundenen legalen Drogen, z. B. Nikotin, Alkohol und Medikamente mit Suchtpotential sowie die stoffgebundenen illegalen Drogen, z. B. Haschisch, Kokain, Heroin und neue synthetische Drogen. Darüber hinaus gibt es stoffungebundene Abhängigkeiten, wie z. B. Spielsucht, Internetsucht, Magersucht und Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa). Sucht ist immer auch eine Flucht aus unerträglichen Situationen und ein chronisches Ausweichen vor scheinbar unlösbaren Konflikten. Die wichtigsten Ursachen hierfür sind auf den folgenden drei Ebenen zu finden  auf der Ebene der individuellen Persönlichkeit, z. B. persönliche Unsicherheiten, Identitätsfragen, Ängste, geringes Selbstvertrauen, Unselbständigkeit, geringe Frustrationstoleranz, geringe Konfliktfähigkeit und zu hohe Leistungsanforderungen, auf der Ebene der sozialen Beziehungen, z. B. überzogene Leistungsanforderungen, fehlende Anerkennung, unbewältigte Konflikte und Vernachlässigung bzw. Überbehütung, auf der gesellschaftlichen Ebene, z. B. hohe Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit.

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